Mini LARPs in der Rechtsextremismusprävention

In dieser MultiplikatorInnen-Veranstaltung wurden die von der Bildungsstätte entwickelte innovative Methode der Mini-LARPs (LARP = Live Action Roleplay) zur Rechtsextremismusprävention vorgestellt. Diese in der Regel ein- bis vierstündigen Rollenspiele bieten für die Teilnehmenden vorgefertigte Rollen in einem von der Spielleitung bestimmten Setting. In der Regel werden keine Kostüme oder Requisiten benötigt und als Spielort reicht meist ein einfacher Seminarraum. Ziel der Mini-LARPs ist es, in kurzer Zeit und mit wenig organisatorischem Aufwand ein intensives Spielerlebnis zu erreichen in dem eine gemeinsame sehr emotionsfokussierte Geschichte gespielt wird. Dadurch wird ein Erfahrungsraum geöffnet, in dem Bildungsinhalte erlebt werden können. Eine abschließende Reflexion ist wesentlicher Bestandteil des Formats, da sie den Eindrücken des Spiels nachhaltige Bildungserfolge generiert. Durch theaterpädagogische Übungen zu Beginn des Mini-LARPs werden die Teilnehmenden auf das Setting eingestimmt. Durch den spielerischen Ansatz ist es möglich Teilnehmende für Themen zu sensibilisieren und zu interessieren – insbesondere für das Thema Rechtsextremismus, zu denen sie sonst keinen Zugang bekämen.
Das Konzept wurde an die MultiplikatorInnen weitergegeben, sowie konstruktiv weiterentwickelt und deren Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Jugendarbeit geprüft.